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Ein Katafálk (ital. Catafalco, aus dem roman. catar, schauen, und ital. palco, Gerüst, zusammengesetzt, also s. v. w. Schaugerüst) ist ein Trauergerüst oder Paradebett, welches beim Begräbnis berühmter Personen die aufgebahrte Leiche trägt.

 

Noch mehr spannende Infos gibt's im Lexikon.

Aus dem Lexikon

Die Erdbestattung Unter einer Erdbestattung (auch: Inhumation) versteht man die Beisetzung des Leichnams in ... weiter lesen

Probleme mit Toten in XXL-Größe

Übergewichtige machen Bestattern und Krematorien schwer zu schaffen

Hannover. Fettsucht, auch Adipositas genannt, gehört in den Industrienationen zu den führenden Auslösern von Todesfällen und Invalidität. Studien zufolge ist die Krankheit weltweit für jährlich rund 2,6 Millionen Todesfälle verantwortlich. Das spü̈rt auch die Bestattungsbranche.

 

Särge in Übergrößen, XXLBestattungswäsche und vor allem die Probleme beim Transport ü̈bergewichtiger Verstorbener gehören auch in Deutschland zu den meistdebattierten Themen der Zunft. Nach einer „Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland“ hat ergeben, dass 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland übergewichtig sind. Bei rund 6,3 Prozent liegt eine Adipositas vor. Der Anteil der übergewichtigen Kinder und Jugendlichen ist, verglichen mit den Referenzdaten aus den Jahren 1985 bis 1999, um 50 Prozent gestiegen.

 

In Amerika ist man diesen Daten weit voraus. Die Firma Goliath Casket stellt Särge

in Übergrößen her. Das Sortiment umfasst mehrere Modelle, bis zum 500-Kilo-Sarg

mit verstärkten Tragegriffen. Der Absatz lege Tote in XXL Übergewichtige machen den Bestattern schwer zu schaffen Jahr um Jahr um ein Fü̈nftel zu, so die Sargmacher

aus den USA. „Die Leute leben und sterben größer, und die Industrie muss sich

anpassen“, heißt es dazu von Seiten der International Size-Acceptance Association,

eine Interessengruppe von Übergewichtigen.

 

Auch in Australien sind die Dicken auf dem Vormarsch. Immer mehr Krematorien mü̈ssen

XXL-Brennöfen installieren, weil die Verstorbenen in Särge mit Übergröße gebettet

werden mü̈ssen. Der Verband der Beerdigungsinstitute hat seine Mitglieder zwischenzeitlich angewiesen, Särge nicht mehr mit Seilen von Hand in die Gräber hinab zu lassen,

sondern Hebemaschinen einzusetzen. Eine halbe Tonne wog der Sarg eines 38jährigen

Engländers, der jetzt in seiner Heimatstadt Wigan bestattet wurde. Der 317-Kilo-

Mann setzte eine traurige Rekordmarke: Er wurde im wohl größten Sarg beigesetzt,

der in Großbritannien je gebaut wurde. Als er kurz vor seinem Tod ins Krankenhaus

eingeliefert worden war, hatte die Feuerwehr ihn durch das Schlafzimmerfenster nach

draußen transportieren müssen.

 

Der Leichnam konnte nicht eingeäschert werden, weil der Sarg nicht in das Krematorium passte. Auch fü̈r einen Leichenwagen war er zu groß und musste vom Bestattungsunternehmer per Pferdewagen transportiert werden. Der Sarg aus massivem Mahagoni war etwa 2,30 Meter lang, 1,37 Meter breit und 76 Zentimeter tief und ein eher rechteckiger Kasten, weil die typische Sargform in dieser Übergröße nicht gebaut werden konnte.

 

 K Petra Willems

 

Quelle: www. huelswitt.de/eternity

 

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