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Ein Katafálk (ital. Catafalco, aus dem roman. catar, schauen, und ital. palco, Gerüst, zusammengesetzt, also s. v. w. Schaugerüst) ist ein Trauergerüst oder Paradebett, welches beim Begräbnis berühmter Personen die aufgebahrte Leiche trägt.
Noch mehr spannende Infos gibt's im Lexikon.
Aus dem Lexikon
Die Erdbestattung Unter einer Erdbestattung (auch: Inhumation) versteht man die Beisetzung des Leichnams in ... weiter lesen
Die vergessene Trauer des Vaters
Der Verlust des eigenen Kindes stürzt nicht nur die Mutter in ein seelische Chaos
In unseren westlichen Kulturen tun wir uns schwer, einer Frau zu begegnen, die ein Kind verloren hat. Wie viel schwerer haben wir es, einem trauernden Vater gegenüber in angemessener Weise zu reagieren. Meistens fragen alle nach dem Wohlergehen der Mutter. Der Vater wird häufig nicht beachtet. Möglicherweise haben wir Angst vor den Tränen eines Mannes. Männer haben eben nicht die „kulturelle Erlaubnis” zu trauern.
So tragen Männer eine doppelte Last. Sie fühlen ihre eigene Trauer und leiden gleichzeitig, weil ihre Frau leidet. Dies wird verstärkt durch die Ermahnung anderer, für die eigene Frau stark zu sein. So halten Männer ihre eigene Traurigkeit tapfer zurück. Frauen missverstehen dieses Schweigen leicht als Gleichgültigkeit.
Männer in unserer Kultur haben oft keine Quelle, aus der sie Kraft schöpfen können. Sie bilden selten intime Freundschaften, in denen sie ihr Herz ausschütten und Zuwendung bekommen können. Die meisten haben nicht gelernt, sich über ihre Gedanken, Gefühle und Sorgen auszusprechen. Das Risiko, langfristig nach einem solchen Schicksalsschlag unentdeckt seelischen Schaden davon zu tragen, scheint bei Männern größer als bei Frauen.
Das Dilemma: Männer wissen selten, woher sie selbst Trost bekommen sollen. Auf lange Sicht können sich so Symptome wie Übellaunigkeit und Depressionen einstellen. Und noch ein Problem muss von trauernden Vätern überwunden werden: kurzfristig wieder zur Arbeit zurückzukehren, dorthin, wo Produktivität erwartet wird. Nach der Geburt eines Kindes bekommt der Vater einen Tag, nach dem Tod eines Kindes zwei Tage frei. Nach einer Fehlgeburt müssen Männer schon am nächsten Tag wieder arbeiten. Ein trauernder Mann stößt in seinem Arbeitsumfeld oft auf Unverständnis. Seine Trauer aber hat Respekt und Anteilnahme verdient.
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